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Idstedt-Marathon

18.10.2015

Premiere: das erste DNF

Wenn es nicht läuft, läuft es nicht

 

 

Als ich mal wieder gemütlich mit Hans-Peter Dannenberg zusammen saß, erzählte er mir vom Idstedt-Marathon. Gemütlicher, privat organisierter Marathon. Überwiegend im Wald verlaufend, anspruchsvoll. Das ganze in einer acht verlaufend, die man vier mal läuft. Knotenpunkt und Verpflegungsstelle ist ein Waldparkplatz. Alles ganz entspannt, wenn man nicht mehr mag, steigt man aus und hatte einen schönen Trainingslauf.

Hört sich gut an. Mit Denis Kontakt aufgenommen und angemeldet.

Pünktlich zwei Tage vorher fing es an ausgiebig zu regnen. Am Abend vorher hieß es schon, dass die Wege teils ziemlich mitgenommen sind. Die Anfahrt fand im Dauerregen statt. Schließlich traf man sich kurz vor 10:00 Uhr auf dem Parkplatz. Die Frühstarter sind bereits um 9:00 auf die Strecke entlassen worden.

Das Wetter war herbstlich, norddeutsch. Ich entschloss mich das Handy im Auto zu lassen. Sorry, heute keine Fotos.

Schlussendlich waren wir ca. 20 Läufer. Keine Startnummern, keine offiziell gestoppte Zeit. Die meisten kannten sich sowieso und jeder hatte seine Uhr mit. Es ging um einen netten Lauf ohne Bestzeiten. Gruppenfoto und kurze Ansprache von Jürgen. „Die Markierungen sind rote Holzpfeile, Tassierband und auf den kurzen Asphaltabschnitten grüne Pfeile. Auf der zweiten Schleife, bei km 7 hab ich euch ein Baum gelegt.“ Ja, nee, is klar! Besten Dank.

Der Start verlief ähnlich unkonventionell. Jürgen: „ Ihr denkt euch hier mal ne Linie und wenn ich sage los, dann los.“ Wie cool!

Wir sollten erst ca. 100 m den Weg entlang laufen, wenden, wieder zurück und dann auf die Strecke gehen, damit am Ende wirklich genügend km für den Marathon zusammen kommen.

Bei der ersten Wende war das Teilnehmerfeld sich noch nicht über so ganz über rechts oder links rum einig und so stieß ich mit Björn Richter zusammen.

 

Björn ist jung, verrückt und unfassbar sympathisch. Er hat Deutschland innerhalb 20 Tage vom südlichsten zum nördlichsten Punkt durchlaufen. Völlig unglaublich!

Es gibt deutlich unangenehmeres, als mit ihm zusammen zu stoßen. Herzliches Gelächter auf beiden Seiten.

 

Jetzt ging es also richtig los. Ich wunderte mich sehr über das Tempo. Meine Güte, geben die Gas! Die ersten km schnatterte ich gemütlich mit einer Mitläuferin. Die erste Schleife ging um den Idstedter See. Feldweg, Wanderweg, kleines Stück Straße und ein breiter Waldweg. Alles fein! Dann ging es zurück zum Parkplatz. Hier ist auch der Verpflegungspunkt aufgebaut.

 

Fröhlich grüßend an Susanne und Jürgen vorbei. Die haben einen tollen Verpflegungsstand aufgebaut. Tee, Wasser, Cola, Schoki, Rosinenbrot, Studentenfutter, Gummibärchen, Kekse usw. Das Ganze in beschrifteten Mehrweggeschirr. Super!!

Weiter auf die zweite Schleife. Jetzt wurde es anspruchsvoll. Es ging rauf und runter auf teils sehr (!) nassen Waldwegen. Einige Passagen waren arg matschig. Hier waren die Triathleten eindeutig im Vorteil.

Das Wetter wurde besser, als befürchtet. 100 % Luftfeuchtigkeit aber kein echter Regen. Mehr so ein Dauernieseln. Typisches Schleswig Holsteiner Schmuddelwetter.

Inzwischen lief ich mit Anke zusammen. Ich hatte keinen Zweifel daran, dass sie den Lauf heute als Siegerin finishen wird. Sie legte ein ordentliches Tempo vor und wir schnatterten.

Bei mir lief es seit geraumer Zeit nicht rund. Das Knie quäkte und das Heck machte mit. Blöd! Mal abwarten. Es ging auf die zweite Runde. Ich trabte vor mich hin und es wurde nicht besser. Besonders die Waldschleife tat echt weh. Was ist denn heute los? Ich lenkte mich so gut es ging ab. Anke war wirklich ein netter Gesprächspartner.

Km ca. 22

Wir trabten wieder am Versorgungsstand vorbei. „ Das sieht ja super locker aus!“ das kam von Jürgen. Für Anke traf das bestimmt zu. Bei mir war es lediglich Show. Ich entschied mich eine weitere Schleife zu laufen. Die am See war nicht so bissig, wie die Waldrunde. Ich sagte Anke, dass ich Probleme habe und den Lauf sicher nicht über die volle Strecke machen werde.

 

Ich konnte das Tempo nicht mehr halten und ließ sie ihr Rennen machen. Inzwischen verfluchte ich mich, dass ich unbedingt noch die letzte Schleife machen musste. Hab ich auf ein Wunder gehofft? Dickkopf kann echt weh tun.

 

Ich kämpfte mich wieder zurück auf den Parkplatz. Feierabend für mich. Jürgen und Susanne betreuten weiter tapfer den Verpflegungsstand.

 

Wir schnatterten noch ein bisschen. Wir laufen beide häufig in den Hüttener Bergen. Jürgen überlegt dort auch einen Lauf zu organisieren. Der wäre dann auch als anspruchsvoll zu bezeichnen.

Hans-Peter trabte an uns vorbei und startete zur seiner letzten Runde. Tapfer!

Dann trollte ich mich. Ab ins Auto und Heizung an. Brrrrrrr, jetzt war mir echt kalt.

Die Zahlen:

27 km in 2:40 Std für mich

23 Starter, davon haben 17 die volle Strecke hinter sich gebracht. Tiefsten Respekt!

 

Ergebnisse:

1. Björn Richter 3:33:06

2. Oliver Brott 3:39:24

3. Nils Schnoor 3:41:57

1. Frau: Anke Rohwer 4:19:00

 

die ganzen Ergebnisse

 

Die Veranstalterseite

 

Fazit:

Eine Veranstaltung genau nach meinem Geschmack. Großartig! Ich liebe Naturläufe und dieser ist sehr liebevoll und unbürokratisch organisiert.

Absolute Wiederholungsgefahr!

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