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Laufen auf Mallorca

 

Mein Mann und ich verbringen unsere Urlaube gerne auf Mallorca. Immer im Gepäck: natürlich meine Laufsachen. Im Laufe der Zeit habe ich einige Laufreviere für mich erkundet und möchte hierüber berichten.

 

Klein aber fein: Punta de n´Amer

Gelegen zwischen Sa Coma und Calla Millor direkt an der Küste. Es führt ein breiter Hauptweg durchs Revier vorbei an einem alten Castell aber es gibt auch sehr viele kleine Trampelpfade. Diese sind ziemlich anspruchsvoll. Teilweise Sand, häufig sehr felsiger und äußerst unebener Untergrund. Sehr gut um Koordination und Trittsicherheit zu schulen. Zum Bestzeiten laufen eher ungeeignet.

Der Hauptweg ist bei Läufern und Spaziergängern äußerst beliebt. Selbst frühmorgens trifft ist man hier nicht einsam. Biegt man auf die Nebenwege ab, hat man hier jedoch sehr schnell seine Ruhe. So habe ich hier auch einsame Sonnenaufgänge genießen können.

Sollte man in Cala Millor oder Sa Coma seinen Urlaub verbringen, bietet sich ein entspannter Lauf hier an. Verlängern kann man die Tour einfach an der Playa entlang. Die ist natürlich nicht mehr einsame Natur, hat aber auch seinen Reiz.

Viele km bekommt man hier nicht zusammen. Den Hauptweg hat eine Länge von 3 km aber mit den Nebenwegen kann man ein paar km vorm Frühstück zusammen kringeln.

 wikipedia. Castell de sa Punta de nAmer

 

Son Servera

Rund um den Na Penyal erstreckt sich ein feines Revier. Nicht groß genug für eine lange Anfahrt, aber wenn man schon mal in der Nähe ist …

Geparkt habe ich in Son Servera und dann einfach Richtung Landesinnere rein ins Gelände. Wenn man richtig Bock hat, kann man sich zum Na Penyal hoch arbeiten. Der ist auf den wenigsten Karten beschriftet aber absolut unübersehbar. Für ein Küstenkind ein beeindruckend hoher Berg. Für die, die häufig im alpinen Gebiet unterwegs sind, nicht aufregend. So oder so, wer da hoch will, bekommt einen feinen Trail.

Meine eigentlich geplante Route konnte ich nicht laufen, da auf dem vermeintlich öffentlichen Weg plötzlich ein Tor stand mit dem Schild „Coto privado de Caza“ leider ein häufiges Problem. Selbst auf ausgeschilderten Wanderwegen, wie z. B. K42 durchs Tramuntana Gebirge, stand ich schon vor solchen Schildern und wusste nicht, wie ich das werten sollte. Ich bin sicher nicht feige, möchte aber nicht einem unentspannten Spanier mit Hund und Gewehr (Sorry Kopfkino) begegnen, der mal wieder einen Touristen, der kein vernünftiges Spanisch kann, auf seinem Grund und Boden erwischt. Sinnvoll ist es grundsätzlich eine Wanderkarte mit sich zu führen. Sei es in Papierform oder auf ein Navigationsgerät oder Handy geladen. Auf das Internet sollte man sich nicht verlassen. Man befindet sich sehr häufig in Funk- oder Internetlöchern. Sollte man sich dann neu orientieren wollen, ist das nicht möglich.

Na Penyal

 

Parc natural de la península de Llevant

Ein großes Naturschutzgebiet im Nordosten von Mallorca. Hier gibt es diverse ausgeschilderte Wanderrouten. Die Gegend ist großartig und erstreckt sich hügelig bis zur Küste. Die Wege von breit und mit Geländewagen befahrbar bis Ziegenpfad inkl. Klettereinlagen. Es laufen Schafe frei, häufig sieht man große Greifvögel.

Hier kann man, aus Sicht eines Küstenkindes, einiges an Höhenmetern zusammen bekommen. Diese sind wie immer auf Mallorca, durch die Bodenbeschaffenheit aber um einiges anspruchsvoller, als auf meinen üblichen Hausrunden. Felsiger Untergrund verzeiht keine Fehler. Kommt man hier ins Stolpern und stürzt, fließt auf jeden Fall Blut. Also Vorsicht und ans erste Hilfe Set denken.

free to run

Ich liebe dieses Revier. Auch wenn ich üblicherweise eine dreiviertel Stunde fahre, es lohnt sich. Ausgangspunkt ist der Parkplatz des Parks. Hier ist auch eine kleine Ausstellung, in der der Park und seine ganz besondere Fauna und Flora vorgestellt werden.

Parc natural de la península de Llevant, für mich ein absoluter Pflichtlauf und ich freue mich immer wieder drauf.

wikipedia.Parc_natural_de_la_penísula_de_Llevant

 

Einige grundsätzliche Worte.

Die Bodenverhältnisse sind meistens anspruchsvoll, jedenfalls, wenn ich abseits von Straßen und asphaltierten Touriflaniermeilen laufe. Je nach Tageszeit bitte an Sonnenschutz und Cap denken. Auch Wasser nehme ich hier deutlich eher mit, als Zuhause. Zum einen ist Luft und Temperatur dort anders, selbst wenn ich in den sehr frühen Morgenstunden laufe. Zum anderen bin ich hier meistens deutlich langsamer und somit länger unterwegs. Vielleicht ist es nur eine Sache der Gewohnheit aber selbst wenn die Höhenmeter und Distanz vergleichbar sind, bin ich auf heimischen Trails schneller. Ich bin offensichtlich im Schlammspringen und Pfützenhüpfen geübter als im Bergziegentrail.

Zu Karten habe ich bereits was gesagt, möchte es aber wiederholen. Der Parque Llefant liegt z. B. komplett im Funkloch. Da ist eine Offlinekarte in welcher Form auch immer, unumgänglich.

 

Sicherlich gibt es auf Mallorca noch viel mehr schöne Laufstrecken. Ich habe hier lediglich meine „Hausrunden“ vorgestellt. Es gibt viele Internetseiten, auf denen Lauftouren veröffentlicht werden. Um sich Anregungen zu holen genau das richtige.

z. B.

Outdooractive

 

 

 

 

 

 

 

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